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Physik-Nobelpreis für zwei Männer mit derselben Idee

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Physik-Nobelpreis für zwei Männer mit derselben Idee

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Knapp 50 Jahre nach der Vorhersage des Higgs-Teilchens geht der Physik-Nobelpreis an den Briten Peter Higgs und den Belgier Francois Englert. Das sei auch ein Triumph für die Teilchenphysik, hieß es in der Begründung der Königlich-Schwedischen-Akademie der Wissenschaften. Das Higgs-Teilchen galt als das fehlende Puzzlestück im Standardmodell vom Aufbau der Materie.

Higgs und Englert hatten die Idee von diesem Teilchen unabhängig voneinander. Englerts Dank galt dabei einem verstorbenen Freund:
“Natürlich bin ich erfreut, diese Auszeichnung erhalten zu haben.
Aber mit etwas Bedauern stelle ich fest, dass mein Kollege und Freund des Lebens, Robert Brout, nicht hier ist, um diese Auszeichnung für die gemeinsame Arbeit zu teilen.”

Gemeinsam mit Brout hatte Engler im Juni 1964 seinen bahnbrechenden Aufsatz veröffentlicht. Erst zwei Monate später im August zog Higgs mit ähnlichen Erkenntnissen nach.

Im Sommer des vergangenen Jahres bestätigten die Wissenschaftler des Europäischen Kernforschungszentrums Cern klare Anzeichen auf ein neues Teilchen. Higgs, der dafür nach Genf gereist war, stiegen die Tränen in die Augen.

Bildlich gesprochen ist das Higgs-Teilchen das Gerücht, ein Popstar durchquere den Raum. Dann scharen sich sofort viele Fans um ihn und machen ihn langsamer. Der Star gewinnt somit gewissermaßen an Masse.