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Surrealismus und Traum

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Surrealismus und Traum

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Wer die Bilder der Surrealisten Dalí oder Magritte betrachtet, fühlt sich in seltsame, fremde und doch zugleich vertraute Traumlandschaften versetzt. Und das hat einen guten Grund: Die Surrealisten versuchten, das Unbewusste darzustellen, indem sie Traum und Realität miteinander verschmelzen ließen. Diese Wechselbeziehung untersucht derzeit die Ausstellung “El Surrealismo y el sueño” im Madrider Thyssen-Bornemisza Museum.

“Der Surrealismus findet heute wieder großen Anklang”, meint Kurator José Jiménez. “Diese künstlerische Bewegung entwickelte sich in einer Phase der großen sozialen, politischen und kulturellen Umwälzungen. Und derzeit erleben wir eine ganz ähnliche Epoche.”

Die Bewegung entstand in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts unter dem Einfluss der neuen Erkenntnisse der Psychoanalyse, der Begriff des Unbewussten inspirierte die Künstler. Mit spontanen Mal- und Schreibtechniken versuchten sie, das unerforschte Terrain zu erkunden.

Die Ausstellung zeigt 163 Exponate, die Leihgaben stammen unter anderem aus dem Pariser Centre Pompidou und der Londoner Tate Modern.

José Jiménez: “Der Surrealismus war die erste Multimediabewegung. Die Künstler arbeiteten mit allen existierenden Medien: Malerei, Bildhauerei, Collagen oder die Verfremdung von Objekten. Von zentraler Bedeutung war das Medium Film.”

Die Ausstellung zeigt unter anderem filmische Werke von Luis Buñuel und Man Ray. Sie ist bis zum 12. Januar im Thyssen-Bornemisza Museum in Madrid zu sehen.