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Weltkonjunktur: Bittere Medizin vom IWF, löffelweise

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Weltkonjunktur: Bittere Medizin vom IWF, löffelweise

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Schon zum vierten Mal in diesem Jahr hat der Internationale Währungsfonds seine Prognose für die globale Wirtschaft zurückgenommen. Sollte die Haushaltskrise in den USA noch länger dauern, ist noch Raum nach unten.

In diesem Jahr steigt das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) demnach nur noch um 2,9 Prozent – das sind 0,3 Prozentpunkte weniger als zuletzt erwartet wurde, so der neue “Weltwirtschaftsausblick des IWF“http://www.imf.org/external/pubs/ft/survey/so/2013/NEW100813A.htm. China hängt mit 7,6 Prozent Zuwachs Japan (+2%) und die USA (1,6%) um Längen ab, die Eurozone landet mit minus 0,4 (bisher -0,6) Prozent unter “ferner liefen”.

Und wie geht es 2014 weiter? Expansiver für alle, aber auch hier nimmt sich der IWF zurück, von 4,1 im Januar bleiben noch 3,6 Prozent übrig. China (+7,3%) und Japan (+1,2%) wachsen langsamer als in diesem Jahr, die USA (+2,6 %) und die Eurozone schneller – besser gesagt die Eurozone wächst überhaupt, um 1 Prozent.

IWF-Chefökonom Olivier Blanchard:

“Es geht weiter aufwärts, raus aus der Krise. Das ist eine Tatsache und sehr wichtig. Aber es schleppt sich dahin. Und die entwickelten Volkswirtschaften sind nicht aus dem Schneider.Die öffentlichen Schulden und in einigen Fällen auch die privaten sind weiter sehr hoch, die Staatsfinanzen nicht nachhaltig stabilisiert. Die Arbeitslosigkeit bleibt sehr hoch und das noch sehr lange. Mit diesen Herausforderungen müssen wir in den kommenden Jahren leben.”

Mit Europa ist er nur teilweise zufrieden: Die deutsche Wirtschaft bekommt beim Wachstum noch einen Schlag dazu und wächst in diesem Jahr 0,5 und im kommenden Jahr 1,4 Prozent.

In der restlichen Eurozone bleibe die Erwerbslosigkeit mit einer Quote von mehr als 12 Prozent “inakzeptabel hoch.”

Schwächelnde Schwellen- und Entwicklungslõnder gehörten zu den wesentlichen Wachstumshemmern.

Unwahrscheinlich, aber doch ein Alptraum: Ohne höheren Schuldendeckel könnten die USA zurück in die Rezession “oder etwas Schlimmeres” rutschen.

su mit dpa, Reuters

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