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Buchmesse: Brasilien mit Literatur und Konflikten

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Buchmesse: Brasilien mit Literatur und Konflikten

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Die 65. Frankfurter Buchmesse hat am Mittwoch ihre Pforten für Fachbesucher geöffnet. Ehrengast ist in diesem Jahr Brasilien. Am Dienstagabend hatten der deutsche Außenminister Guido Westerwelle und Brasiliens Vizepräsident Michel Temer die Buchmesse eröffnet. Brasiliens Literatur gilt als neuer Exportschlager.

Der brasilianische Autor Luiz Ruffato schränkte allerdings ein:
“Wir sind immer noch ein Land, wo Wohnen, Bildung, Gesundheit und Erholung nicht das Recht aller ist, sondern nur ein Recht von wenigen Menschen.”

In seiner Rede beklagte Luis Ruffato auch, dass es in Brasilien nach wie eine Art Rassendiskiminierung gebe: die Reichen seien vorwiegend weiß und die Armen schwarz.
Der Erfolgsautor Paulo Coelho war erst gar nicht zur Buchmesse gekommen, weil er mit der Auswahl der vertretenen Autoren nicht einverstanden war. Er wollte lieber modernere Schriftsteller in Frankfurt sehen, aber es falle ihm schwer, nicht nach Frankfurt zu reisen. Coelhos Kritik am Buchmessen-Auftritt wiesen die Organisatoren zurück. Die 70 brasilianischen Autoren seien vor allem nach literarischen Kriterien benannt worden, sagte der Koordinator des Gastlandauftritts, Mario Lessa.

Der Pavilion des Gastlandes präsentiert sich in großen Raumlandschaften mit einer Hommage an das Papier. Meterhohe Wände geben dabei Auszüge aus brasiliansichen Büchern und Comics wieder.

Auf der weltgrößten Buchmesse sind 7300 Aussteller aus 100 Ländern vertreten. Für Privatbesucher ist die Messe erst am Samstag und Sonntag geöffnet.

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