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Europa will mehr für syrische Flüchtlinge tun

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Europa will mehr für syrische Flüchtlinge tun

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Die europäische Flüchtlingspolitik war auch Thema einer Debatte im Europaparlament in Straßburg, wobei es um das jüngste Flüchtlingsdrama vor Lampedusa, doch vor allem um Hilfe für die syrischen Flüchtlinge des Bürgerkriegs ging. Bereits zwei Millionen Menschen haben Syrien verlassen, nach Schätzungen der Vereinten Nationen könnten es im nächsten Jahr bereits vier Millionen sein.
Offiziellen Angaben zufolge fanden allein in der Türkei eine halbe Million Menschen Zuflucht. Parlamentspräsident Martin Schulz sprach sich für eine bessere Verteilung der Lasten aus. Die Mitgliedsländer der EU, die über ausreichende finanzielle Mittel verfügten, müssten die Lokalbehörden unterstützen, die letztlich die Flüchtlinge betreuten.
Der frühere Kommissar für humanitäre Hilfe, Louis Michel, sagte uns, die EU verfüge über die notwendigen Instrumente, um Visa- und Arbeitserleichterungen für Opfer einer humanitären Krise zu schaffen.
Es gebe eine entsprechende Regelung. Er könne sich nicht vorstellen, dass Mitgliedsstaaten sich weigerten, die Maßnahmen zum befristeten Schutz der Menschen zu ergreifen. “Wir sollten sämtliche Möglichkeiten ausschöpfen, über die wir verfügen”, fügte Michel hinzu.
Das Parlament sprach sich für eine internationale Flüchtlingskonferenz für Syrien aus. Mit mehr als einer Milliarde Euro ist die EU der größte Geldgeber im syrischen Flüchtlingsdrama.