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Westjordanland: Spannungen zwischen Palästinensern und Israelis


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Westjordanland: Spannungen zwischen Palästinensern und Israelis

Isrealische Siedler haben im Westjordanland eine palästinensische Dorfschule angegriffen. Augenzeugen berichteten von zwölf Männern die Steine auf das Gebäude warfen und Autos in Brand steckten. Die Angreifer zündeten zudem einen Olivenhain an. Das israelische Militär teilte mit, man untersuche den Vorfall. In den vergangenen Tagen war es immer wieder zu Angriffen auf Araber gekommen. Auch ein christlicher Friedhof am Berg Zion wurde geschändet, vier israelische Jugendliche verhaftet.

“Das ist ein lokaler Zwischenfall”, so ein israelischer Polizeisprecher. “Das ist kein organisierter Terrorismus, Terrorismus ist etwas anderes. Diese Jugendlichen tragen keine Waffen, nicht einmal Messer oder so etwas. Wir müssen das ins richtige Verhältnis setzen.” Und der Lateinische Patriarch von Jerusalem erklärt: “Sie schnappen manchmal sehr junge Männer, 13,14 Jahre alt. Und dann heißt es, wir können sie nicht verurteilen. Aber man müsse nach den Ursachen suchen, nach den Wurzeln des Problems, etwa in den Schulen. Zum Wohle unserer Gesellschaft in Jerusalem und Israel.”

Christen demonstrierten in Jerusalem gegen den Vandalismus. Nach UN-Angaben sind Palästinenser im Westjordanland etwa achtmal pro Woche Opfer von Angriffen israelischen Siedler. Israelis würden durchschnittlich einmal pro Woche von Palästinensern attackiert.

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