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Autonome Lenksysteme übernehmen das Steuer

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Autonome Lenksysteme übernehmen das Steuer

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So sieht der Fahrstil der Zukunft aus. Nicht der Fahrer, sondern das Auto vermeidet Hindernisse, weicht aus und bremst notfalls ab. “Obstacle Avoidance” heißt diese Technologie aus Hause Ford, vorgestellt auf einer Teststrecke in Belgien. Das Auto der Zukunft denkt mit und kommuniziert mit anderen Fahrzeugen. Unfallmeldungen und andere Warnungen, zum Beispiel vor Geisterfahrern, werden per Wifi weitergeleitet. Viele Autohersteller arbeiten derzeit an autonomen Assistenzsystemen, die dem User in kniffligen Momenten die Entscheidung abnehmen.

“Die Technologie schreitet voran, ebenso die Fähigkeit, Fahrzeuge untereinander und mit ihrer Umwelt zu verknüpfen”, sagt Barb Samardzich, Leiterin der Ford-Produktentwicklung in Europa. “Dies führt zu neuen Assistenzsystemen, die das Fahren intuitiver, sicherer und angenehmer machen. “

Praktisch ist zum Beispiel der selbstständige Einparkservice. Der Assistent wird per Knopfdruck aktiviert und übernimmt alle nötigen Aktionen wie lenken, schalten, Gas geben und bremsen, um den Wagen sicher und auf Anhieb in die Parklücke einzufahren. Das automatische Einparken geht sogar per Fernbedienung, ohne dass jemand am Lenkrad sitzt. Ein ähnliches, autonomes Lenksystem stellte auch der japanische Konkurrent Nissan im vergangenen Jahr vor.

Apropos Nissan. Der japanische Autobauer präsentierte in Tokyo die neue Generation der berühmten New Yorker Yellow Cabs. Bei der Vorstellung saß Formel-1-Fahrer Sebastian Vettel am Steuer. Das Modell namens NV200, das die New Yorker bei einer Internet-Abstimmung zum Sieger kürten, wird ab Ende des Jahres durch die Straßen von New York kreuzen. Und dabei hoffentlich weniger die Umwelt belasten, als die aktuellen Taxis.