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Fälschungsvorwürfe überschatten Urnengang in Aserbaidschan

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Fälschungsvorwürfe überschatten Urnengang in Aserbaidschan

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Aserbaidschans Präsident Ilcham Alijew wird wie erwartet seine dritte Amtszeit antreten. Anhänger feierten in der Hauptstadt Baku die Wahl des 51-Jährigen. Nach Angaben der staatlichen Wahlkommission kommt Alijew auf mehr als 80 Prozent der Stimmen. Der Urnengang wurde von Fälschungsvorwürfen überschattet. Die Wahlleitung wies die Vorwürfe zurück.

Alijew erklärte in einer Ansprache: “Ich gelobe, meinem Volk weiter verantwortungsvoll zu dienen und die Interessen Aserbaidschans zu verteidigen.”

Die Opposition kam nur auf fünf Prozent der Stimmen und will gegen das Ergebnis Einspruch einlegen. Im Vorfeld hatte sie ein unfairen Wahlkampf beklagt. Der stärkste Oppositionskandidat Dschamil Gassanli erklärte:
“Wir werden alles daran setzen, den Wahlbetrug nachzuweisen. Wir werden mit allen rechtlichen und politischen Mitteln auch auf internationaler Ebene versuchen, dass Ergebnis anzufechten.”

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa will im Laufe des Tages ihr Urteil zur Wahl abgeben. Auch der Westen verfolgt den Urnengang genau – denn 2014 soll die Ex-Sowjetrepublik den Vorsitz im Europarat übernehmen.

Alijew regiert das öl- und gasreiche Land am Kaspischen Meer seit zehn Jahren. Vor ihm hatte sein Vater das Land geführt.