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Libysche Regierung seit Entführung mutmaßlichen al-Kaida-Terroristen unter Druck

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Libysche Regierung seit Entführung mutmaßlichen al-Kaida-Terroristen unter Druck

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Die Regierung von Ministerpräsident Ali Seidan ist durch die Entführung Abu Anas al-Libis unter Druck geraten. Zahlreiche Libyer demonstrierten gegen die Aktion der Amerikaner. Sie werfen der Regierung zu große Nähe zu den USA vor. In einer Stellungnahme des Parlaments heisst es, der Militäreinsatz der Amerikaner habe die Souveränitõt des Landes verletzt. Al-Libi müsse an Libyen ausgeliefert werden.

Der Libyer soll einer der Drahtzieher der Anschläge auf US-Botschaften in Kenya und Tansania beteiligt gewesen sein, bei denen mehr als 220 Menschen getötet worden waren.

Der mutmaßliche al-Kaida Terrorist wurde auf ein amerikanisches Kriegsschiff gebracht und soll demnächst in New York vor Gericht gestellt werden. Islamistische Gruppen in Libyen drohten damit, Ausländer, die sich illegal im Land aufhielten, gefangen zu nehmen. Seidan ist der erste gewählte Ministerpräsident Libyens nach dem Sturz Muammar al-Gaddafis.

Al-Libi war nach mehreren
Jahrzehnten im Dienste des globalen “Dschihad” in sein Heimatland Libyen zurückgekehrt. Er soll zur ersten Generation der al-Kaida-Terroristen um Osama bin Laden gehört haben.