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Freilassung von Julia Timoschenko lässt auf sich warten


Ukraine

Freilassung von Julia Timoschenko lässt auf sich warten

Die angestrebte Freilassung von Julia Timoschenko lässt auf sich warten. Auch ein langes Treffen des deutschen Außenministers mit dem ukrainischen Staatspräsidenten änderte daran wenig.

Timoschenko, früher einmal Regierungschefin, dann Oppositionsführerin, verbüßt sieben Jahre Haft. Sie hat aber Gesundheitsprobleme, so dass Deutschland sie zu ärztlichen Behandlungen aufnehmen würde. Ärzte des Berliner Krankenhauses Charité waren auch schon in die Ukraine gereist, um Timoschenko dort zu untersuchen.

Timoschenko war wegen Amtsmissbrauchs verurteilt worden. Dabei ging es um Erdgaslieferverträge mit Russland aus ihrer Zeit als Regierungschefin. Das Gericht erkannte in diesen Verträgen einen hohen Schaden für die Ukraine.

Kritiker der Regierung vermuten aber, dass Timoschenko vor allem aus politischen Gründen
verurteilt wurde. Die EU hofft nun auf ein ukrainisches Zugeständnis kurz vor dem schon lange geplanten Abschluss eines Assoziierungsabkommens, das die Zusammenarbeit vertiefen soll.

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