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Friedensnobelpreis ehrt Einsatz gegen Chemiewaffen


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Friedensnobelpreis ehrt Einsatz gegen Chemiewaffen

Der Friedensnobelpreis 2013 geht an die Organisation für das Verbot chemischer Waffen, wie das Nobelkomitee unter der Leitung von Thorbjörn Jagland in Oslo bekannt gab.

Im Syrien-Konflikt spielt sie eine Schlüsselrolle – die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW). Ihr Sitz ist in Den Haag, sie ist den Vereinten Nationen angeschlossen. Direktor ist Ahmet Üzümcü.

Weltweit arbeiten nur fünf Staaten nicht mit der OPCZ zusammen, darunter Angola, Ägypten und Nordkorea. Ihre Aufgabe: Sie wacht darüber, dass chemische Waffen zerstört werden und dass keine neuen hinzukommen.

Vor kurzem beauftragte die UNO sie, in Syrien einzugreifen: Dort hatte am 21. August ein Chemiewaffeneinsatz den USA zu folge fast 1500 Zivilisten das Leben gekostet. Die Regierung in Damaskus streitet ab, in die Tat verwickelt zu sein – was der Westen bezweifelt.

Um einen Militärschlag zu vermeiden, bemühte sich Russland um einen Kompromiss: Den international überwachten Abbau aller syrischer Chemiewaffen.

Insgesamt waren 259 Kandidaten für den Friedensnobelpreis nominiert, darunter 50 Organisationen.

Frühere Preisträger sind unter anderen der ehemalige deutsche Bundeskanzler Willy Brandt, die Internationale Kampagne für das Verbot von Landminen, medico international, der Österreicher Alfred Hermann Fried, US-Präsident Barack Obama und die Europäische Union.

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