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IWF/Weltbank: Zieht euch weiter warm an

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IWF/Weltbank: Zieht euch weiter warm an

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Nach vielen Fortschritten im Kampf gegen die
Schuldenkrise warnt der Internationale Währungsfonds (IWF) die Euroländer vor Selbstgefälligkeit. Der Eindruck, das Schlimmste sei vorbei, könne sich als Täuschung erweisen, sagte der Chefvolkswirt der Organisation, Olivier Blanchard zum Auftakt des Treffens von IWF und Weltbank in Washington.

Weltbank-Präsident Jim Yong Kim:

“Die Zeiten bleiben unsicher. Dieses Jahr kommt langsam Wachstum in Gang, in den USA, Europa und Japan. Beachtlich: Dies ist das erste Mal seit mehreren Jahren, dass sich alle drei in eine positive Richtung bewegen.”

Vor allem das hoch verschuldete Griechenland steht bei dem Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der 188 IWF-Mitgliedsländer im Fokus. Europas Krisenstaaten seien trotz beachtlicher Erfolge längst nicht über den Berg, warnte der IWF.

Christine Lagarde Chefin des Internationalen Währungsfonds:

“Diese Krise hinterlässt uns zu schwaches Wachstum und zu wenige Arbeitsplätze. Wir konzentrieren uns auf Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu fördern, um Wachstum und Arbeitsplätze zu schaffen. Ist das richtig? Es gehört jedenfalls zu unserem Auftrag, die Sorge um Arbeitsplätze ist Teil unseres Mandats.”

Athen braucht nach Ansicht des Chefs des Euro-Rettungsfonds ESM, Klaus Regling, wohl ein drittes Hilfspaket.

Man wolle ein Versicherungssystem schaffen, keine Transferunion, mahnte IWF-Chefvolkswirt Olivier Blanchard zahlmüde Deutsche. Und: “Mal brennt es beim Nachbarn, mal im eigenen Haus”.

su mit dpa, Reuters