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Spanien: Immer mehr rutschen in die Armut ab

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Spanien: Immer mehr rutschen in die Armut ab

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Die Zahl der Armen in Spanien hat sich seit dem Beginn der Wirtschaftskrise verdoppelt. Das teilte die Hilfsorganisation Caritas mit. Drei Millionen Menschen leben demnach in absoluter Armut, d.h. sie müssen mit einem Einkommen von weniger als 307 Euro im Monat auskommen. Das sind mehr als 6 Prozent der Gesamtbevölkerung.

“Ich muss zu einer Suppenküche gehen”, so eine Frau. “Ich kann nur Samstags und Montags in einem Altenheim arbeiten und verdiene 320 Euro.” Ein Mann sagt: “Ich arbeite nicht sehr viel und was ich verdiene entspricht der Sozialhilfe.” Die Caritas betreute im vergangenen Jahr drei Mal so viele Menschen, wie vor der Krise. Insgesamt waren es mehr als 1.3 Millionen.

“Die Tatsache, dass wir Suppenküchen eröffnen mussten, ist für uns ein Zeichen, dass die Gesellschaft versagt hat”, so der Leiter einer Suppenküche. “Es ist ein Zeichen, dass die Sozialpolitik der letzten Jahre versagt hat.”

Die Caritas warnte, dass wegen der Sparpolitik der Regierung nun eine “zweite Welle der Verarmung” drohe. Der Grund dafür sei, dass die Familien ihrer traditionellen Unterstützungsfunktion nicht länger gerecht werden könnten, wegen des Ausmaßes der Krise.