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Stromkonzerne drängen Brüssel zu Reformen

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Stromkonzerne drängen Brüssel zu Reformen

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Mehrere europäische Stromkonzerne sehen dringenden Reformbedarf bei der Energiepolitik der EU-Staaten. Vertreter der Konzerne forderten in Brüssel ein Ende der hohen Steuern und der falsche Subventionen. “Es eilt”, so Daniel Benes von der CEZ-Gruppe. “In den nächsten Wintern werden wir Situationen erleben, die von einem Stromausfall nicht allzu weit entfernt sind.” Kritik wurde an den Mitgliedsstaaten geübt, die Preispolitik machen. Gerard Mestrallet, der Chef des französischen Konzerns GDF Suez, sprach von einer von den Mitgliedsstaaten verschuldeten Balkanisierung. Nicht die EU-Kommission sei es, die dafür Verantwortung trage. Subventionen für bestimmte Energieträger und Steuern sollen nach dem Willen der Konzerne verschwinden. Die Preise würden sinken. Johannes Teyssen von dem deutschen Konzern E.On sagte, die Förderung der erneuerbaren Energien habe ein unerträgliches Niveau erreicht. Diese Industrie sei inzwischen den Kinderschuhen entwachsen, sie bedürfe nicht mehr der Förderung, sondern müsse in den Markt integriert werden. Teyssen sprach sich für eine stärkere Rolle der EU-Kommission aus, um den Flickenteppich an nationalen Ökoförderungen zu beenden.