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Viele Flüchtlinge ertrinken bei neuem Schiffsunglück

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Viele Flüchtlinge ertrinken bei neuem Schiffsunglück

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Vor der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa ist erneut ein Flüchtlingsboot gekentert. Italienische und maltesische Rettungskräfte eilten zur Unglücksstelle. Es gelang ihnen rund 200 Menschen zu bergen, für 50 Flüchtlinge kam jede Hilfe zu spät.
Unter den Toten sollen auch viele Kinder sein. Das Unglück ereignete sich in maltesischen Gewässern. Die Malteser baten die italienischen Einsatzkräfte um Hilfe. Auch vor der ägyptischen Stadt Alexandria sank ein Boot. Zwölf Menschen starben.

Zuvor waren bereits fünf Flüchtlingsboote vor der sizilianischen Küste in Seenot geraten. Die italienische Küstenwache koordinierte die Rettungsaktion und brachte die rund 500 Flüchtlinge in die Hafenstädte Trapani und Porto Empedocle. Italiens Ministerpräsident Enrico Letta sagte, er werde das Thema Einwanderung beim nächsten EU-Gipfel zur Sprache bringen.

In Europa lebende Familienangehörige reisten unterdessen nach Lampedusa, um Opfer zu identifizieren, die bei der großen Schiffstragödie vor einer Woche ums Leben kamen. Bislang sind 339 Leichen geborgen worden, doch die Zahl der Opfer könnte noch steigen.