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Zwei Monate Ausgangssperre in Ägypten: Folgen überall spürbar

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Zwei Monate Ausgangssperre in Ägypten: Folgen überall spürbar

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In Ägypten gilt seit knapp zwei Monaten eine Ausgangssperre. Die Bewohner des Landes haben sich mittlerweile darauf eingestellt, doch die Folgen sind nicht zu übersehen. Besonders die Touristen in der Hauptstadt Kairo bekommen die Maßnahme zu spüren, denn Läden, Cafés und Restaurants schließen früher als gewöhnlich. Die nächtliche Einschränkung gilt, seit bei der Räumung von Protestlagern der Muslimbrüder Hunderte Menschen getötet wurden.

“Ich bin mit der Maßnahme einverstanden, die ab Mitternacht gilt”, so ein Ägypter. “Das hilft uns, wir können viele Arbeiten verrichten, die öffentlichen Versorgungsunternehmen und die Straßen erneuern und Gutes für das Land tun.” Ein Anderer erklärt: “Eine stimmungsvolle Atmosphäre ist gut für den Tourismus. Man muss das Land bei Nacht genießen können. Aber das ist nicht möglich, überall ist ab null Uhr geschlossen.”

Panzer patrouillieren nach Mitternacht durch die Straßen und überwachen die Einhaltung der Ausgangssperre. Wer sich nicht daran hält, wird verhaftet. Die nächtliche Einschränkung hat auch Folgen für das Transportwesen des Landes, besonders für den Konsumgüterbereich. Waren werden normalerweise nachts angeliefert, wenn die Straßen leer sind. Da dies nun nicht mehr möglich ist, verlängern sich die Lieferzeiten, Waren werden teurer.