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Schiffstragödien: Wird das Mittelmeer zum "Friedhof" für Flüchtlinge?

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Schiffstragödien: Wird das Mittelmeer zum "Friedhof" für Flüchtlinge?

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Dramatische Szenen im Mittelmeer: Verzweifelt kämpfen Flüchtlinge, darunter viele Frauen und Kinder, ums nackte Überleben. Ihr Boot war am Freitag zwischen Malta und Lampedusa gekentert. Mindestens 34 Menschen sind dabei ums Leben gekommen, etwa 200 Menschen wurden gerettet. Noch immer sucht die Küstenwache nach weiteren Leichen im Meer.

Vor Lampedusa hatte sich bereits eine Woche zuvor eine ähnliche Schiffstragödie ereignet. In den Tagen danach waren weit mehr als 300 Leichen geborgen worden. Wird das Mittelmeer zum “Friedhof” für Bootsflüchtlinge, wie Maltas Regierungschef Joseph Muscat nach der jüngsten Flüchtlingstragödie befürchtet?

Viele Gerettete kommen mit Booten nach Malta. Der kleine südeuropäische Inselstaat fühlt sich von der EU im Stich gelassen und fordert die Europäische Union zum Handeln auf.

Trotz der jüngsten Tragödien machen sich immer mehr
Bootsflüchtlinge von Nordafrika aus auf den Weg nach Europa. Die italienische Küstenwache fing ein weiteres Schiff mit 183 Flüchtlingen kurz vor der Küste der winzigen Mittelmeerinsel ab.