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Ausländerfeindliche Proteste in Moskau

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Ausländerfeindliche Proteste in Moskau

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Nach heftigen Krawallen im Süden Moskaus hat die Polizei 300 Menschen festgenommen. Eine Gruppe von Nationalisten und Anwohnern des Viertels Biryulyovo hatte versucht, einen Laden zu stürmen, dessen Besitzer aus dem Kaukasus stammt.
Hintergrund der ausländerfeindlichen Proteste ist der Tod eines Moskauers, der am Donnerstag vor den Augen seiner Freundin von einem Einwanderer erstochen worden sein soll.

An Nachmittag gab es zunächst eine friedliche Kundgebung. Die Menschen forderten die Polizei erneut auf, die Suche nach den Täter zu verstärken und konsequenter gegen illegale Einwanderer vorzugehen.

Doch die Demonstration schlug später in Gewalt um. Ausländerfeindliche Randalierer schlossen sich den Protesten an. Hunderte wütende Demonstranten stürmten ein Einkaufszentrum, in dem auch Migranten arbeiten. Es kam zu Plünderungen, mehrere Scheiben gingen zu Bruch. Wie hoch der Schaden ist, war zunächst unklar.