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Flüchtlingsdrama: Italiens Küstenwache durchkämmt das Mittelmeer

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Flüchtlingsdrama: Italiens Küstenwache durchkämmt das Mittelmeer

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Ankunft im Hafen von Sizilien. Noch immer findet die italienische Küstenwache Überlebende vom Schiffsunglück vor Malta vom Freitag.

An diesem Sonntag zog sie allein 180 Menschen aus dem Meer – größtenteils Syrer, die vor dem Bürgerkrieg fliehen. Für 36 Bootsflüchltinge kam jede Hilfe zu spät. Mehr als 360 Menschen verloren allein Anfang Oktober bei einer missglückten Überfahrt ihr Leben.

In diesem Jahr gibt es besonders viele nordafrikanische Flüchtlinge, die sich in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft auf den Weg über das Mittelmeer machen.
Hintergrund sind die instabile politische Lage in Ägypten und Libyen sowie der Bürgerkrieg in Syrien.

Angesichts des Ansturms und der Schiffsunglücke mit Hunderten Toten fühlen sich die EU-Mitglieder Italien und Malta von Brüssel im Stich gelassen. Die Einwanderer können nur in dem EU-Staat Asyl beantragen, durch den sie nach Europa einreisen – die meisten von ihnen kommen über das Mittelmeer.

Nach wiederholten Appellen erhofft man sich größere Unterstützung auf dem EU-Gipfel Ende Oktober. Bis dahin will Italien die Überwachung zu Luft und zu Wasser verdreifachen, um weitere Tote zu vermeiden.