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Italien startet Patrouille zur Rettung von Flüchtlingen

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Italien startet Patrouille zur Rettung von Flüchtlingen

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Nach den jüngsten Flüchtlingsdramen vor Lampedusa mit mehr als 400 Toten will Italien die Überwachung im Mittelmeer von diesem Montag an verstärken. Die Einsatzkräfte von Marine und Luftwaffe in der Straße von Sizilien würden verdreifacht, kündigte Ministerpräsident Enrico Letta an. Medienberichten zufolge könnten neben Schiffen, Flugzeugen und Hubschraubern auch unbemannte Drohnen eingesetzt werden.

“In den vergangenen Tagen, nach den Schiffsunglücken vor Lampedusa, haben wir damit begonnen einen Plan zu entwickeln. Italien wird einen humanitären Militäreinsatz starten. Marine und Luftwaffe werden zusammenarbeiten. Dieser Einsatz ist nötig, um dafür zu sorgen, dass das Mittelmeer ein sicheres Meer wird,” so Letta.

Die Flüchtlinge, die ums Leben gekommen sind, sollen ein Staatsbegräbnis bekommen. Ein Schiff der Marine brachte 150 Särge von Lampedusa nach Sizilien. Die Regierungschefs von Italien und Malta wollen die Flüchtlingspolitik beim nächsten EU-Gipfel, Ende des Monats, zur Sprache bringen. Sie fordern u.a. mehr finanzielle Unterstützung von den anderen EU-Mitgliedsstaaten.

Italienischen Behörden zufolge ist der Flüchtlingsstrom angestiegen, da in Libyen die Grenzen nicht mehr so gut wie früher kontrolliert werden. Der libysche Ministerpräsident Ali Seidan sagte der italienischen Zeitung “La Repubblica”, Flüchtlinge vor der Überfahrt von Libyens Küsten aus zu stoppen, sei unmöglich.

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