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Kartellstreit: Weißrussland soll Uralkali-Chef ausliefern

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Kartellstreit: Weißrussland soll Uralkali-Chef ausliefern

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Russland hat strafrechtliche Ermittlungen gegen Wladislaw Baumgertner eröffnet, den Hauptgeschäftsführer des russischen Kaliproduzenten Uralkali. Man werde seine Auslieferung aus Weißrussland beantragen, so Ermittler. Dort wird wegen des gleichen Vorwurfes gegen ihn ermittelt: Verdacht auf Machtmissbrauch.

Baumgertner war Ende August bei einem offiziellen Besuch in Minsk festgenommen worden. Das war etwa einen Monat, nachdem Uralkali einen Streit zwischen Russland und Weißrussland losgetreten hatte. Das Bergbauunternehmen war überraschend aus einem Düngemittelkartell mit einem Partner in Weißrussland ausgestiegen.

Weißrussland wirft ihm vor, der früheren Sowjetrepublik durch den Ausstieg aus dem Kartell einen Schaden von 74 Millionen Euro zugefügt zu haben. Baumgertner weist die Anschuldigung zurück.

In dem erbitterten Streit in der Kali-Branche hat der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko eine Neuauflage des Kartells von Belaruskali und Uralkali gefordert. Inzwischen sei der Preis für Kalidünger auf ein Viertel gefallen.

su mit Reuters