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Moskau: Großrazzia nach ausländerfeindlichen Krawallen

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Moskau: Großrazzia nach ausländerfeindlichen Krawallen

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Die russische Polizei ist nach dem Mord an einem jungen Russen mit einer Großrazzia gegen Migranten vorgegangen. Mindestens 1.200 Gastarbeiter wurden vorübergehend festgenommen.

Jegor Schtscherbakow soll von einem Einwanderer erstochen worden sein, deshalb kam es in Moskau am Sonntag zu massiven ausländerfeindlichen Protesten und Randalen.

Am Sonntagabend hatten Rechtsradikale einen von Migranten betriebenen Großmarkt gestürmt. Anwohner des Stadtteils fordern ein härteres Vorgehen gegen illegale Einwanderer:
“Die Gleichgültigkeit der Polizei schockiert mich. Hier gibt es Wohnungen, die total überfüllt sind mit Einwanderern. Niemand tut etwas dagegen. Die Migranten leben dort, ohne gemeldet zu sein, und die Polizei schaut einfach zu.”

Viele Einwanderer aus dem Kaukasus und aus Zentralasien kommen als illegale Gastarbeiter nach Moskau und wohnen in den Vororten der Stadt unter erbärmlichen Bedingungen.

Die Polizei griff bei den Straßenschlachten hart durch. Mindestens 23 Menschen wurden verletzt.