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Moskau: Verdächtige im Mordfall Schtscherbakow

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Moskau: Verdächtige im Mordfall Schtscherbakow

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Die russische Polizei hat Verdächtige identifiziert, die für den Mord an Jegor Schtscherbakow verantwortlich sein sollen. Nach der Tötung des 25-jährigen Russen randalierten Hooligans, Rechtsextreme und Anwohner im Moskauer Stadtteil Birjuljowo.
Bei einer Großrazzia der Polizei sind 1.200 Gastarbeiter festgenommen worden.
In Moskau lebende Ausländer sind zunehmend verunsichert:
“Dieser Skandal, das ist nicht unsere Schuld. Das ist ein abgekartetes Spiel. Wird das zu etwas Gutem führen? Nein, dabei kann nichts Gutes rauskommen. Die Russen rufen, dass wir verschwinden sollen. Denken Sie, dass sich dadurch etwas ändert? Nichts wird sich ändern. Es wird schlimmer werden.”

Die Randalierer stürmten einen von Migranten betriebenen Großmarkt und plünderten ein Einkaufszentrum. Die Polizei muss härter durchgreifen, sagen sie:
“Die Gastarbeiter laufen mit Messern auf der Straße herum, sie machen den Menschen Angst. Sie rauben und vergewaltigen direkt neben dem Polizeirevier. Niemand spricht darüber. Das bleibt in den Polizeiakten verschlossen und wir stehen wie Idioten da.”

Jegor Schtscherbakow war in der Nacht zum Donnerstag erstochen worden. Angeblich hat er seine Freundin vor Belästigungen durch einen Migranten schützen wollen.