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Optimismus vor neuen Atomgeprächen mit Iran

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Optimismus vor neuen Atomgeprächen mit Iran

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Vor Beginn einer neuen Verhandlungsrunde über das umstrittene iranische Atomprogramm stehen die Zeichen auf Annäherung. Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif äußerte die Hoffnung, dass die ab Dienstag in Genf geplanten Gespräche den Weg zu einer Lösung des festgefahrenen Konflikts ebnen. Ein Student in Teheran ruft die iranischen Unterhändler dazu auf, bei den Verhandlungen in Genf mit dem Westen einen Kompromiss einzugehen. Denn davon könnten junge Menschen wie er profitieren.

Mit dem Iran verhandeln in Genf Vertreter der USA, Russlands, Chinas, Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands. Es ist das erste derartige Treffen nach dem Amtsantritt des neuen iranischen Präsidenten Hassan Ruhani Anfang August. Dem Experten Marc Fitzpatrick zufolge steht die Beziehung des Irans mit den USA vor einem Wandel: “Auf der iranischen Seite haben die Sanktionen Wirkung gezeigt. Die Sanktionen waren katastrophal für die iranische Wirtschaft. Rohanis Wahlversprechen war, dass er diesbezüglich etwas tun würde, dass er mit den USA verhandeln würde, um zu versuchen, die Sanktionen aufzuheben. Er will also ganz klar etwas bewegen. US-Präsident Barack Obama auf der anderen Seite ist seit Jahren zu Verhandlungen bereit, aber bis jetzt hatte er im Iran keinen Gesprächspartner.”

US-Außenminister John Kerry äußerte sich am Sonntagabend verhalten zuversichtlich, das Fenster der Diplomatie sei sperrangelweit offen. Zugleich versicherte er, die USA würden zu jedem Zeitpunkt die Sicherheitsbedürfnisse Israels im Auge behalten.