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Pariser Ausstellung vereint Frida Kahlo und Diego Rivera

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Pariser Ausstellung vereint Frida Kahlo und Diego Rivera

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Das legendäre Künstlerpaar Frida Kahlo und Diego Rivera steht im Zentrum einer Ausstellung im Pariser Musée de l’Orangerie. “L’Art en fusion” (Kunst in der Fusion) heißt die Schau und bietet die seltene Möglichkeit, Werke des Paares gemeinsam zu erleben. Dabei wird die große künstlerische Verbundenheit zwischen den beiden deutlich. Doch auch die Unterschiede sind zu spüren, das Leid der durch einen schweren Unfall geschwächten Frida Kahlo, die dennoch aus dem künstlerischen Schatten ihres 20 Jahre älteren Ehemannes hervortreten sollte.

“Sie waren ein fusionelles Paar”, bestätigt die Museumsleiterin Marie-Paule Vial. “Ihre Beziehung war von Leidenschaft, Wut, Trennungen und Versöhnungen geprägt. Unser Ziel war wirklich, das Werk beider Künstler gemeinsam zu zeigen, ohne sie miteinander zu konfrontieren, sondern um sie in einen Dialog zu stellen und sie damit dem französischen Publikum zugänglich zu machen.”

Kuratorin Beatrice Avanzi fügt hinzu: “Es ist nicht einfach, Werke von Frida und Diego zusammen zu zeigen, schon wegen der Ausmaße. Diego malte riesige Wandgemälde auf Fassaden in Mexiko Stadt, Frida äußerst kleinformatige Gemälde. Sie malte vor allem Selbstporträts.”

Sie habe zwei schwere Schocks in ihrem Leben erlitten, sollte Frida Kahlo einmal sagen, den schweren Unfall und Diego Rivera.
Ihre Selbstporträts erzählten von den körperlichen Schmerzen, die sie teilweise ans Bett fesselten von der Einsamkeit und die Trauer über die Kinderlosigkeit. Sie zeigen aber auch die starke Verbundenheit zur Natur und den Menschen. In einem fast naiven Stil stellte sie das Leben der Bauern und Arbeiter dar.

Diego Rivera malte auch die Menschen, aber auf monumentalen, teilweise kubistisch beeinflussten Werken, in denen er seine kommunistischen Ideen zum Ausdruck brachte.

Die Schau mit rund 100 Werken des Paares geht bis zum 13. Januar.