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Wie eine zweite Haut: Intelligente Strampler für Frühgeborene

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Wie eine zweite Haut: Intelligente Strampler für Frühgeborene

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Der Weltgesundheitsorganisation zufolge kommen jedes Jahr 15 Millionen Kinder zu früh zur Welt, 1,1 Millionen dieser Babys sterben kurz nach der Geburt. Viele zu früh geborene Kinder sind einer Reihe von gesundheitlichen Risiken ausgesetzt, die eine jahrelange Behandlung zur Folge haben können.

Forscher an der Universität im polnischen Lodz suchen nach Strategien, um die Risiken für Frühchen auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Im Zentrum ihrer Forschungen steht intelligente Säuglingskleidung, die das Kind unmittelbar nach der Geburt wie eine Schutzhülle umgibt. Die Kleidung besteht aus zwei Schichten, die eine ist aus herkömmlichem Stoff gefertigt, bei der anderen handelt es sich um eine atmungsaktive Membran, die eine zu starke Schweißbildung verhindert.

“Dieser intelligente Stoff schützt das Kind, vor allem aber sorgt er für sein Wohlbefinden”, erklärt Ewa Skrzetuska. “Er verhindert eine übermäßige Schweißbildung auf der Haut, vor allem in den ersten Stunden nach der Geburt. Bevor das Frühchen in den Inkubator gelegt werden kann, muss es untersucht werden, der spezielle Anzug schützt das Kind während dieser Phase.”

Die Wissenschaftler testen ihr Modell auf einer Puppe, die mit Sensoren ausgestattet ist und die Schweißproduktion simuliert. Bei zu früh geborenen Kindern ist die Haut noch nicht vollständig entwickelt und empfindlich. Der Schutzanzug ist wie eine zweite Haut, die das Kind vor Infektionen unmittelbar nach der Geburt bewahrt.

Noch befindet sich das Modell in der Testpahse. Bis der Schutzanzug für Frühgeborene auf den Markt kommt, dürften noch etwa gut zwei Jahre vergehen.