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Atomstreit: Iran lässt offenbar doch mit sich reden

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Atomstreit: Iran lässt offenbar doch mit sich reden

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Der Iran und die internationale Gemeinschaft wollen dieses Mal schnelle Entscheidungen: Beide Seiten verhandeln ab heute in Genf erneut über das iranische Atomprogramm. Irans Präsident Hassan Rohani hatte kürzlich vor der UN betont, Atomwaffen hätten keinen Platz in Irans Sicherheitsprogramm. Die US-Regierung stellte nun eine schnelle Lockerung der gegen das Land verhängten Sanktionen in Aussicht. Die EU-Außenbauftragte Catherine Ashton sagte, sie hoffe auf zwei sehr produktive Tage. Dies sei eine Gelegenheit, um sowohl die Vorschläge der 5+1 Gruppe zu prüfen, als auch Ideen, die vom Iran kommen.

Der Iran hat bereits Kompromissbereitschaft signalisiert. Dazu sagte Mark Fitzpatrick vom Internationalen Institut für straegische Studien: “Es gibt, glaube ich, keinen Zweifel daran, dass Rohani und Zarif eine Einigung anstreben, die zur Aufhebung der Sanktionen führt. Deshalb wurden sie gewählt und sie sind vom obersten Ajatollah autorisiert, eine solche Vereinbarung auszuhandeln. Ob sie aber auch autorisiert sind den Kompromiss zu akzeptieren, der notwendig sein wird, da habe ich eher meine Zweifel.”

Die USA, die UN und die EU haben umfangreiche Sanktionen gegen den Iran verhängt, die dem Land schwer zu schaffen machen. Die internationale Gemeinschaft wirft dem Iran vor, unter dem Deckmantel der Energieerzeugung Atomwaffen zu entwickeln. Die Führung in Teheran bestreitet das.