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Regierung verstärkt Überwachung des Mittelmeers

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Regierung verstärkt Überwachung des Mittelmeers

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Die italienische Küstenwache hat erneut afrikanische Flüchtlinge im Mittelmeer aufgelesen. Sie brachte sie in Sizilien und Lampedusa an Land. Insgesamt kamen an diesem Montag rund 340 Menschen in Italien an.

Um neue Flüchtlingsdramen zu vermeiden, will die Regierung künftig mehr Schiffe und Flugzeuge, sowie Drohnen und Helikopter mit Infrarotsichtgeräten einsetzen. Die EU-Grenzschützer sollen Italien stärker unterstützen.

Ministerpräsident Enrico Letta forderte, “Frontex muss gestärkt werden. Darum muss es auf dem EU-Gipfel am 24. und 25.Oktober gehen. Aber wir können nicht auf Parlamente oder Europäische Institutionen warten, wenn es um Menschenleben geht. Wir müssen umgehend handeln.”

Italien und Malta fühlen sich angesichts der wachsenden Flüchtlingströme von Brüssel allein gelassen und erhofft sich Zusagen vom gemeinsamen Gipfel. Unterdessen musste die Zahl der Flüchtlinge, die Anfang Oktober im Mittelmeer verunglückten, auf 364 nach oben korrigiert werden. Die Toten werden nach und nach auf sizilianischen Friedhöfen bestattet.