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Verdächtiger im Moskauer Mordfall festgenommen

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Verdächtiger im Moskauer Mordfall festgenommen

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Die Muslime in Moskau begehen das Eid al-Adha, das islamische Opferfest. Rund 100.000 Menschen beteten auf den Straßen der russischen Hauptstadt, allerdings unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Denn seit den fremdenfeindlichen Ausschreitungen vom vergangenen Wochenende wegen des Mordes an einem jungen Russen lauern ihnen die russischen Ultranationalisten auf.

“Nein, ich fühle keine Feindseligkeit”, sagt einer der Gläubigen, “das war es doch alles nicht wert. Die Krawalle waren doch eine Provokation. Wir haben die ganzen Jahre friedlich miteinander gelebt – und nun passiert das.”

Am vergangenen Sonntag hatte ein Mob aus Hooligans und Rechtsextremen unter anderem einen von Migranten betriebenen Großmarkt in Moskau gestürmt. Die Behörden nahmen gestern bei einer Großrazzia gegen Illegale rund 1200 Gastarbeiter vorübergehend fest.

Unterdessen hat die Polizei nach eigenen Angaben den 30-jährigen Orhan S. aus der Südkaukasusrepublik Aserbaidschan festgenommen. Er sei mit Hilfe einer Spezialeinheit in der Stadt Kolomna gut 100 Kilometer südöstlich von Moskau verhaftet worden, hiess es.

Er soll in der Nacht zum vergangenen Donnerstag einen 25-jährigen Moskauer erstochen haben, der angeblich seine Freundin vor Belästigungen schützen wollte.

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