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US-Finanzstreit: Republikaner uneins - nun droht Zahlungsunfähigkeit

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US-Finanzstreit: Republikaner uneins - nun droht Zahlungsunfähigkeit

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Den USA droht neben der Haushaltssperre nun auch noch die Zahlungsunfähigkeit. Die Republikaner im Abgeordnetenhaus haben eine Abstimmung über ihren eigenen Vorschlag zur Anhebung der Schuldengrenze abgesagt. Damit läuft den USA die Zeit weg, denn ab Donnerstag kann das Land keine neuen Schulden aufnehmen.
Der Sprecher der Republikaner im Abgeordnetenhaus, John Boehner, sagte: “Es gibt viele Meinungen darüber, in welche Richtung wir uns bewegen sollten. Es gab keine Entscheidungen darüber, was wir genau tun werden.”

Demokraten und Republikaner im Senat haben sich derweil auf einen Vorschlag geeinigt, der eine Anhebung der Schuldengrenze bis Anfang Februar vorsieht, sowie ein sofortiges Ende der Haushaltssperre. Der Fraktionschef der Demokraten im Senat, Harry Reid, kritisierte das Verhalten der Republikaner im Abgeordnetenhaus: “Wir sind davon völlig überrumpelt worden. Ich bin sehr enttäuscht von John Boehner.” US-Präsident Barack Obama bezeichnete die Situation im Senat und im Abgeordnetenhaus als Chaos. Er gehe aber trotzdem davon aus, dass es eine Lösung geben werde.

Die Ratingagentur Fitch drohte den USA aufgrund der möglichen Zahlungsunfähigkeit unterdessen mit dem Verlust ihres Spitzenratings.