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30 Millionen Menschen leben weltweit wie Sklaven

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30 Millionen Menschen leben weltweit wie Sklaven

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Weltweit leben knapp 30 Millionen Menschen in Sklaverei. Das ergab eine Studie der australischen Stiftung “Walk Free”: http://www.walkfree.org/ , die Daten erstmals in 162 Ländern erhoben hat. In Indien leben die meisten Sklaven: 14 Millionen. Doch am schlimmsten ist die Lage in Mauretanien, wo Sklavenfamilien vererbt werden. Auch in Haiti ist die Situation alarmierend, dort hat vor allem die Versklavung von Kindern zugenommen.

Der australische Rohstoffmagnat Andrew Forrest gründete die Stiftung. Er will sich so für die Abschaffung der Sklaverei engagieren: “Die dunkelste Seite des Menschen ist, dass er dazu bereit ist, einen anderen Menschen aus Profitgier oder für Sex zu missbrauchen. Noch nie gab es so viele Sklaven wie heute.”

Die Stiftung wird unter anderem von Microsoft-Mitgründer Bill Gates und der früheren US-Außenministerin Hillary Clinton unterstützt. “Dieser Sklavenindex wird uns helfen, Antworten zu finden. Er erinnert uns auch daran, dass Menschenhandel in allen Ländern ein Verbrechen ist, dass alle Regierung sich mit diesem Problem befassen müssen und dass bislang keine Regierung genug tut,” so Clinton.

Moderne Sklaverei hat laut dem Bericht viele Formen: Menschenhandel, Zwangsarbeit, Schuldknechtschaft, erzwungene Heirat und Missbrauch von Kindern in bewaffneten Konflikten. Die Opfer werden ausgebeutet und kontrolliert.