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Frieze Art Fair: Größer, bunter und teurer!

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Frieze Art Fair: Größer, bunter und teurer!

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Die Skulpturen des amerikanischen Kunststars Jeff Koons erzielen zehnstellige Millionenbeträge und gehören zu den Highlights der diesjährigen Londoner Messe für zeitgenössische Kunst Frieze Art Fair. Alles, was Rang und Namen hat, in der Kunstwelt, Sammler und Galerien, sind vor Ort, um die Stars zu sehen und neue Talente zu entdecken. Deutlich stärker präsent in diesem Jahr ist zeitgenössische Kunst aus Afrika. Zwei Galerien zeigen bereits etablierte Künstler und aufstrebende Talente.

Quasi noch ein Geheimtipp, aber nicht mehr lange, meint Frieze Direktor Matthew Slotover. “Markt und die Medien bekunden zunehmend Interesse an diesen Künstlern. Viele Leute schauen zwar auf die ganze Welt, kennen Lateinamerika, den Mittleren Osten und Asien, aber vergessen Afrika. Das ist gewissermaßen der letzte unerforschte Kontinent.”

Über 150 Galerien aus der ganzen Welt präsentieren ihre Kunstschätze. Zum Beispiel das braune Soße sprudelnde Bett der Französin Lili Reynaud-Dewar. Hinlegen verboten!

Ein “work in progress”, ein Werk in der Entstehung ist die Paintball-Installation des US-Amerikaners Ken Okiishi. Die Farbkanonen in dem kleinen Raum schießen Tag und Nacht, während der gesamten Messedauer.
Ken Okiishi: “Das ist eine Art Druckkammer und repräsentiert die Art und Weise, wie diese Kunstmesse funktioniert mit so vielen Dingen, die gleichzeitig passieren. Alles wird gleichzeitig wahrgenommen, festgehalten, auf unterschiedlichen Geräten aufgenommen und übertragen.

Der blutjunge Kolumbianer Oscar Murillo gehört zu den aufsteigenden Stars der Kunstszene. Noch vor zwei Jahren waren seine Werke rund 2000 Euro wert, heute können sie bis zu 100 Tausend Euro erzielen, erläutert der Kunstkritiker Ossian Ward.
“Er ist einer der neuen Stars der Kunstwelt, der quasi aus dem Nichts dank einer sehr guten jungen Galerie den Sprung in eine deutlich größere Galerie geschafft hat. Das bedeutet einen Anstieg der Preise und der Aufmerksamkeit. Seine Werke sind in der South London Gallery zu sehen, das bedeutet richtig viel Wirbel und Medieninteresse.”

Kunst ist nach wie vor eine lohnende Geldanlage – auf der Frieze gibt es kaum Werke unter tausend Euro. 60 tausend Besucher werden noch bis zum 20. Oktober erwartet.