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Rumänen protestieren gegen Fracking

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Rumänen protestieren gegen Fracking

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In Rumänien gingen über 2000 Menschen auf die Straße, um gegen die viel diskutierte Erschließung von Schiefergas – dem sogenannten Fracking – im Kreis Vaslui zu demonstrieren. Bohrungen nach dem in Tonstein gespeicherten Erdgas sind umstritten: Beim Fracking wird das Gas mit Hilfe von Wasser und Chemikalien aus dem Boden gepresst. Diese Art der Gasförderung soll angeblich die Erdbebengefahr erhöhen. Der US-Ölkonzern Chevron hatte am 3. Oktober grünes Licht für die Arbeiten nahe des rumänischen Dorfs Pungesti erhalten.

Anwohner befürchten, dass die Bohrungen eine Dürreperiode auslösen könnten: “Um das Schiefergas zu gewinnen, wird viel Wasser verbraucht. Das wird unseren Grundwasserbestand beeinflussen, unsere Brunnen werden austrocknen. Wenn die giftigen und krebserregenden Substanzen in unser Trinkwasser gelangen, dann werden wir krank werden und sterben.”

Die Demonstranten blockierten eine Nationalstraße, deshalb konnte Chevron noch nicht mit den Bohrungen beginnen. Das Nachbarland Bulgarien entzog dem Ölkonzern bereits 2012 die Erlaubnis, Schiefergas mit der Methode des Fracking zu erschließen.

Mehr Erklärungen bietet das Umweltinstitut München, das vor den Gefahren warnt.