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Schwarz und Rot in Deutschland wollen über große Koalition verhandeln

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Schwarz und Rot in Deutschland wollen über große Koalition verhandeln

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Schwarz und Rot in Deutschland wollen knapp vier Wochen nach der Bundestagswahl über eine große Koalition verhandeln. Das gaben Spitzenvertreter beider Seiten bekannt.

Gespräche von CDU und CSU mit den Grünen waren gescheitert. Nach einem Treffen heute mit den Sozialdemokraten steht nun fest, dass beide Seiten eine gemeinsame Regierung anstreben. Ein solches Bündnis gab unter Kanzlerin Angela Merkel schon einmal – von 2005 bis 2009, in ihrer ersten Amtszeit.

Meinungsunterschiede gibt es diesmal vor allem bei möglichen Steuererhöhungen und bei einem bundesweiten Mindestlohn für alle. Ein solcher Mindestlohn von 8,50 Euro ist für die SPD äußerst wichtig: CDU und CSU deuten ein Entgegenkommen an, unbekannt ist aber der Preis dafür.

Dass ein neues Regierungsbündnis gebraucht wird, hat mit der FDP zu tun, die aus dem Bundestag herausgewählt wurde. Das bringt auch Umbauten im Sitzungssaal mit sich, denn immerhin ist nun eine ganze Fraktion verschwunden.

CDU und CSU rücken jetzt vom Präsidium aus gesehen wirklich nach ganz rechts, wo aus historischen Gründen bisher noch die Liberalen saßen. Die verbliebenen Parteien haben nun auch mehr Platz: Somit wird auch die begehrte erste Reihe, in der man öfter auf die Fernsehbilder gelangt, für CDU/CSU und SPD breiter.

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