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Ungarn: KP-Funktionär wegen Kriegsverbrechen angeklagt

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Ungarn: KP-Funktionär wegen Kriegsverbrechen angeklagt

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Die Staatsanwaltschaft in Ungarn hat einen früheren Funktionär der kommunistischen Partei wegen Kriegsverbrechen angeklagt. Bela Biszku soll einem Führungsgremium angehört haben, das während des Volksaufstands 1956 Kampfmilizen befehligte, die auf unbewaffnete Zivilisten schossen. Die Milizen töteten 46 Menschen bei einer Kundgebung in Nordungarn. Drei bei einer Demonstration in der Hauptstadt Budapest.

Diese Massaker würden den Tatbestand des Kriegsverbrechens erfüllen, heißt es in der Anklage. Biszku bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Die Anklage wurde möglich durch ein neues Gesetz, wonach in Ungarn Kriegsverbrechen nicht verjähren. Der damalige Volksaufstand richtete sich gegen die kommunistische Partei und den Einfluss der Sowjetunion. Bei der Niederschlagung des Aufstands wurden mehr als 2500 Menschen getötet.