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USA: Schuldenkompromiss verschiebt Probleme nur

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USA: Schuldenkompromiss verschiebt Probleme nur

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Behörden könnten wieder aufmachen, die Regierung neue Schulden aufnehmen, neue
Gespräche über einen Staatshaushalt wären möglich – soweit die gute Nachricht. Die
weniger gute: Die Hauptstreitpunkte werden nur auf den Beginn des nächsten Jahres verschoben.

Wer sind in diesem Kampf nun die Gewinner und Verlierer? Darüber hat Euronews mit Tahman Bradley vom Fernsehsender ABC gesprochen.

Bradley: “Politisch gesehen sind die Gewinner ganz klar die Demokraten und das Weiße Haus. Es war eine kleine Gruppe in der Republikanischen Partei, die Tea Party: Ihre Mitglieder wollten Präsident Barack Obamas Gesundheitsreform kippen, im Austausch gegen ihre Zustimmung zum Haushalt und dazu, dass die Nation ihre Rechnungen bezahlen kann. Dazu kommt es nun aber nicht: Sie mussten bedingungslos kapitulieren.”

Euronews: “Dieser Stillstand ist in Washington inzwischen zur Norm geworden. Der Öffentlichkeit hat das gar nicht gefallen – wird diese Krise etwas daran ändern, wie Washington funktioniert?”

Bradley: “Der Präsident hat gesagt, dass die Republikaner nun wohl begriffen hätten und das nicht noch einmal versuchen würden. Aber im Januar und Februar werden wir wieder genauso hier stehen.

Dieser Kompromiss gilt nur kurze Zeit: Im Januar muss der Haushalt wieder
verlängert werden, im Februar die zulässige Verschuldung wieder angehoben. Da haben sich Interessengruppen verschanzt, die den Kampf um die Gesundheitsreform nicht aufgeben wollen, noch nicht einmal jetzt.”