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EU und Kanada vereinbaren Handelsabkommen

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EU und Kanada vereinbaren Handelsabkommen

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Die Europäische Union und Kanada haben ein Wirtschafts- und Handelsabkommen vereinbart. Erwartet wird, dass der beiderseitige Handel um rund 26 Milliarden Euro jährlich wächst. EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso sagte, er gehe davon aus, dass das Abkommen auch Standards für das geplante Freihandelsabkommen mit den USA setzen werde. Im vergangenen Sommer nahm die EU mit der Regierung in Washington Verhandlungen über ein solches Abkommen auf. Der kanadische Premierminister Stephen Harper sagte in Brüssel, bei der Umsetzung des Abkommens mit seinem Land fielen 98 Prozent aller Zölle. Die Verhandlungen dauerten mehr als vier Jahre, eines der Hindernisse dabei waren die unterschiedlichen Positionen beim Thema Landwirtschaft. Kanada forderte einen besseren Marktzugang für seine Rind- und Schweinefleischprodukte, während die Europäer die Ausfuhr von Käse steigern wollten. Dem Abkommen müssen nun auch die Mitgliedsstaaten, das Europaparlament sowie in Kanada die einzelnen Provinzen zustimmen. “Das neue Abkommen gilt für die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit den USA als wegweisend”, so unser Korrespondent James Franey. “Es ist ein Beispiel von vielen dafür, dass weltweit Regierungen bilateralen Handels- und Investitionsabkommen den Vorzug geben. Und es zeigt, dass ein globales Abkommen, wie es von der Welthandelsorganisation angestrebt wird, offenbar weit geringere Chancen hat.”