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Kundgebungen für inhaftierte Bohrinsel-"Piraten"

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Kundgebungen für inhaftierte Bohrinsel-"Piraten"

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In Moskau haben mehrere Menschen für die Umweltschützer demonstriert, die seit ihrem Protest gegen eine russische Bohrinsel festgehalten werden. Die dreißig Frauen und Männer hatten vor einem Monat versucht, an der Bohrinsel ein Transparent anzubringen: Sie sind dagegen, dass in arktischen Gewässern nach Rohstoffen gesucht wird.

Dreißig Tage des Unrechts seien das gewesen, sagt Wladimir Tschuprow von Greenpeace in Russland; dreißig Tage mit absurden Vorwürfen und seltsamem Verhalten eines russischen Gerichts: Das müsse nun aufhören.

Proteste gab es auch in anderen Ländern, wie im niederländischen Groningen: Die Inhaftierten kommen aus aller Welt, so auch von hier. In Berlin ist für das Wochenende eine Mahnwache vor der russischen Botschaft geplant.

Greenpeace teilte außerdem mit, maskierte Unbekannte seien auf sein Gelände im nordrussischen Murmansk vorgedrungen. Sie hätten eine Käfigattrappe gestohlen, die bei Protesten eingesetzt werden sollte. In Murmansk sind die Umweltschützer im Gefängnis; alle rechtlichen Schritte spielen sich hier ab.

Die Anklage wirft ihnen weiterhin bandenmäßige Piraterie vor – ein äußerst schwerer Vorwurf, der zu langen Haftstrafen führen kann. Alle Versuche, sie zumindest auf Kaution freizubekommen, sind bisher gescheitert.