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Schweiz knackt selbst das Bankgeheimnis

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Schweiz knackt selbst das Bankgeheimnis

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Die Schweiz verabschiedet sich endgültig vom Bankgeheimis. Als 58. Land hat sie die Konvention zu Steuerdelikten unterschrieben.

Die Vereinbarung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD sieht gegenseitige Amtshilfe und spontanen Informationsaustausch in Steuersachen vor. Die Konvention macht die Steueramtshilfe der Schweiz OECD-konform, auch gegenüber Staaten, mit denen sie kein Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen hat.

Mit ihrer Unterschrift lege die Schweiz Zeugnis ab von ihren Bemühungen im Kampf gegen Steuerflucht und Steuerbetrug, erklärte der Schweizer OECD-Botschafter Stefan Flückiger in Paris. Gleichzeitig würden Integrität und Reputation des Finanzplatzes Schweiz bewahrt.

Pascal Saint-Amans, Steuerdirektor bei der OECD, sprach dagegen vom “Ende des Bankgeheimnisses” in der Schweiz.

Was ist neu:
Stossen die Schweizer Steuerbehörden im Rahmen eines Verfahrens auf Hinweise zu Steuerhinterziehung, die ein anderes Land betrifft, müssen sie dies diesem Land künftig melden -ö allerdings nicht, wenn der Verdacht auf gestohlenen Daten gründet.

Die Pflicht zur Amtshilfe gilt drei Jahre rückwirkend.

Ein automatischer Informationsaustausch.ist möglich, muss aber zwischen einzelnen Staaten ausdrücklich vereinbart werden.

Über die endgültige Ratifizierung des OECD-Übereinkommens entscheidet das Schweizer Parlament.

su mit AFP