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Ringtausch im Nahen Osten: Türkische Piloten frei

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Ringtausch im Nahen Osten: Türkische Piloten frei

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Die beiden Piloten der türkischen Fluggesellschaft Turkish Airlines, die Anfang August in Beirut entführt worden waren, sind frei. Sie trafen am späten Samstagabend an Bord einer Maschine der Qatar Airways in Istanbul ein, wo sie von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan auf dem Flughafen empfangen wurden. Ihre Freilassung wertet dei Türkei als diplomatischen Erfolg.

“Wir wurden nicht schlecht behandelt. Das kann ich klipp und klar sagen. Wir wurden nicht brutal behandelt, keiner Gewalt, weder verbal noch physisch ausgesetzt. Falls das passiert wäre, stünden wir jetzt nicht hier, soviel ist sicher”, erklärte Pilot Murat Akpinar.

Im Gegenzug waren bereits am Freitag neun libanesische Schiiten freigelassen worden, die im April 2012 im Norden Syriens von Rebellen gefangen genommen worden waren. Sie kehrten über die Türkei in den Libanon zurück.

“Gottseidank! Ich kann nur Gott danken und allen die für die Freilassung meiner Kameraden gearbeitet haben”, sagte Rabih Saleh bei der Ankunft in Beirut.

Nach Angaben ihrer Angehörigen handelt es sich bei den Libanesen um Pilger, die syrischen Rebellen werfen ihnen vor, Hizbollah-Milizionäre zu sein, die an der Seite der Regierungstruppen in den syrischen Bürgerkrieg eingegriffen haben.

Teil des von Katar vermittelten Austauschs ist offenbar auch die von den syrischen Rebellen geforderte Freilassung von 200 Gefangenen durch die syrische Regierung. Nach Angaben der syrischen Opposition sind mehrere Dutzend Gefangene bereits in den vergangenen Tagen freigelassen worden.

Die türkischen Piloten waren von der Familie eines der in Nordsyrien festgehaltenen Libanesen entführt worden. Die türkische Regierung hat einigen Einfluss auf die syrischen Rebellen.