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Das Libra-Ölfeld - bis zu 12 Milliarden Barrel Öl

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Das Libra-Ölfeld - bis zu 12 Milliarden Barrel Öl

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Brasiliens ehemaliger Präsident Lula da Silva nannte es einmal ein “Geschenk Gottes”: das Offshore-Ölfeld “Campo de Libra”. Es liegt vor Brasiliens Atlantik-Küste und in rund 6000 Metern Tiefe unter einer dicken Salzschicht. Es wird als Filet-Stück der Tiefsee-Ölreserven des Landes bezeichnet.

Brasiliens Energieminister Edison Lobao bekräftigte, dass das Ölfeld nicht privatisiert werde, sondern dass man geeignete Maßmahmen ergreife, um es es zu erschließen. Wenn man es dort ruhen lasse, führe das zu nichts.

In dem Ölfeld werden 8 bis 12 Milliarden Barrel Öl vermutet. Mit dem Produktionsstart wird frühestens 2018 oder 2019 gerechnet. Bei voller Funktion wird die Produktionskapazität in Libra auf bis zu 1,4 Millionen Barrel pro Tag geschätzt.

Das zur Hälfte vom Staat kontrollierte Mineralölunternehmen Petrobras bleibt an dem Konsortium mit mindestens 30 Prozent beteiligt – auch an Kosten und Investitionen.

Erstmals erfolgte die Ausschreibung als sogenanntes Teilungs-Modell. Dabei bleibt der Staat Eigentümer der Reserven auch während der Exploration, das Gewinner-Konsortium trägt Risiken und Kosten, die durch einen Anteil am gewonnenen Öl erstattet werden.