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Umstrittene Trauerfeier für Opfer von Lampedusa

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Umstrittene Trauerfeier für Opfer von Lampedusa

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In der sizilianischen Stadt Agrigento ist mit einer Zeremonie an die Opfer der Flüchtlingsdramen vor Lampedusa erinnert worden. Doch die Überlebenden der Schiffskatastrophe, bei der 366 Menschen ertranken, durften nicht das Flüchtlingslager auf Lampedusa verlassen und konnten so nicht an der Gedenkfeier teilnehmen. Der Bürgermeister von Agrigento kritisierte die Feier als “Foto-Gelegenheit”.

Ein Eritreer, der in Rom lebt und angereist war, sagte: ‘‘Wir haben so viele Menschen verloren, auch viele Kinder, sogar Neugeborene und Babys, die noch nicht geboren waren, sie werden nie das Tageslicht erblicken, sie alle endeten im Meer.”

Die italienische Küstenwache kam unterdessen 254 Flüchtlingen zu Hilfe, die vor der sizilianischen Küste in Seenot geraten waren. An Bord des Bootes, das von Ägypten aus gestartet war, befanden sich an die hundert Kinder.