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Ausstellung: Josef Koudelka zeigt Fotos vom Einmarsch in die Tschechoslowakei 1968

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Ausstellung: Josef Koudelka zeigt Fotos vom Einmarsch in die Tschechoslowakei 1968

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Eine Ausstellung in Bukarest zeigt Fotos vom Einmarsch der Sowjetunion und Truppen der Warschauer Pakt-Staaten in die Tschechoslowakei 1968.

Während der siebentägigen militärischen Intervention hat der Fotograf Josef Koudelka, der 1968 30 Jahre alt war, viele Rollen Film benutzt, um einen Schlüsselmoment der Geschichte festzuhalten.

Ausstellungsbesucher:
“Wir Älteren können uns an die Zeit erinnern, und Jüngere können lernen, was es bedeutet, die Freiheit und die Menschenrechte zu verteidigen.”

Die Bilder sind noch zu sehen, weil es Koudelka gelang, nach Frankreich auszuwandern, wo er seine Fotos über die Agentur Magnum veröffentlichte. Er wurde aber erst 1985 als Autor der Fotos anerkannt, nachdem sein Vater in der Tschechoslowakei gestorben war.

Josef Koudelka:
“Fotos sind wichtig, denn sie dokumentieren, was wirklich passiert ist. Die Russen haben gelogen, und die Lüge geht in den Zeitungen und dem Fernsehen weiter, überall. Die Leute sollten als Menschen auf das reagieren, was sie sehen.”

Koudelkas Arbeit wird in Rumänien geschätzt. Unter der Herrschaft von Nicolae Ceausescu war das Land eines von zwei Mitgliedern des Warschauer Pakts, das es ablehnte, bei der Invasion von 1968 mitzumachen.

Die Ausstellung “Prag 68” ist bis zum Ende des Jahres in verschiedenen Städten Rumäniens zu sehen.