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Polizeieinsatz in Dublin: mysteriöses Roma-Mädchen den Behörden übergeben

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Polizeieinsatz in Dublin: mysteriöses Roma-Mädchen den Behörden übergeben

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In Dublin hat die Polizei ein siebenjähriges Mädchen aus einer Roma-Familie geholt. Das Kind sei dem Äußeren nach keine Roma, hieß es. Die Polizei, die aus der Nachbarschaft einen Hinweis erhalten hatte, hat das Kind den staatlichen Gesundheitsbehörden übergeben. Ermittlungen sind eingeleitet worden. Vater und Mutter beteuern, sie seien die leiblichen Eltern des Mädchens. Die Behörden bezweifeln diese Aussage.

Unterdessen wurden im Fall der blonden Maria, die in Griechenland aus einer Roma-Familie geholt worden war, DNA-Abgleiche mit mehr als 600 weltweit verschwundenen Personen durchgeführt. Die Tests verliefen allesamt negativ. Das Paar, bei dem Maria lebte, sitzt seit gestern wegen des Verdachts auf
Kindesentführung in Untersuchungshaft.

“Dem Kind ging es gut hier”, sagt eine Anwohnerin. “Sicherlich wurde das Kind von der Mutter gekauft. Menschen, die keine Kinder haben, kaufen sich eines, um es zu adoptieren. Diese Frau hat das Mädchen übernommen, um es groß zu ziehen. Diejenige, die das Kind verkauft hat, war vielleicht arm, hatte Probleme oder wollte nur eine gute Familie finden.”

Die Kinderschutzorganisation, bei der Maria mittlerweile untergekommen ist, hat inzwischen mehr als 8.000 Adoptionsanfragen erhalten. Personelle Konsequenzen gab es durch diesen Fall in der Athener Stadtverwaltung. Dort wurden vier leitende Standesbeamte suspendiert.