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Wladimir Putin schließt Terrorplanungen gegen sein Land im Ausland nicht aus

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Wladimir Putin schließt Terrorplanungen gegen sein Land im Ausland nicht aus

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Nach dem Terroranschlag in der russischen Stadt Wolgograd haben die Behörden ihre Ermittlungen aufgenommen. Bei dem Selbstmordattentat einer 30-jährigen Islamistin wurden mindestens sechs Menschen getötet und etwa 30 verletzt.

Einen Tag nach dem Anschlag traf sich Russlands Präsident Wladimir Putin mit Vertretern der muslimischen Gemeinde. Am Rande der Unterredung sagte Putin: “Es gibt politische Kräfte, die den Islam radikal ausnutzen. Das ist nicht typisch für russische Muslime. Diese Kräfte wollen den Staat schwächen und Konflikte schüren. So etwas kann auch von außerhalb Russlands organisiert werden.”

Die Attentäterin soll aus dem russischen Konfliktgebiet Nordkaukasus stammen. Bei der Frau handelte es sich wohl um eine sogenannte “Schwarze Witwe”, die Ehefrau eines islamistischen Bandenführers.

Der Anschlagsort Wolgograd liegt nur rund 1.000 Kilometer von Sotschi entfernt, wo im Februar kommenden Jahres die Olympischen Winterspiele stattfinden werden. Die Sicherheitsvorkehrungen im Vorfeld der Winterspiele waren erst im Frühjahr verstärkt worden. Damals hatte der Führer der radikalen Islamisten im Kaukasus, Doku Umarow, seine Anhänger zum Angriff auf die Olympischen Spiele aufgerufen. Umarow war in der Vergangenheit für zahlreiche Terroraktionen in Russland verantwortlich. Wladimir Putin garantierte unterdessen sichere Olympische Spiele.