Eilmeldung

Eilmeldung

"Das Sotchi Projekt": niederländische Einblicke in Russlands Olympia-Vorbereitungen

Sie lesen gerade:

"Das Sotchi Projekt": niederländische Einblicke in Russlands Olympia-Vorbereitungen

Schriftgrösse Aa Aa

In Moskau läuft derzeit eine umstrittene Foto-Ausstellung mit dem Namen “Das Sotchi Projekt” der Niederländer Rob Hornstra und Arnold van Bruggen.

Teilnehmen durften die beiden bei der Eröffnung nicht, den sie hatten kein Visum bekommen – der jüngste in einer Serie von diplomatischen Zwischenfällen zwischen Russland und den Niederlanden.

Zudem sprang kurz vor knapp die Galerie ab, in der die Ausstellung eigentlich stattfinden sollte. Schließlich wurde sie im Photodoc-Zentrum eröffnet.

Alexander Sorin, Photodoc-Kurator:

“In der Winzavod-Galerie gibt es viel Platz, der komplett für die Ausstellung zur Verfügung gestellt werden sollte. Hier ersetzen wir ansatzweise die Ausstellung, die eigentlich gezeigt werden sollte.”

Hornstra und Van Bruggen haben Sotchi seit 2009 regelmäßig besucht und Veränderungen in der Stadt und ihrer Umgebung vor den Olympischen Winterspielen dokumentiert.

Das Projekt, das Texte, Fotos und Videomaterial kombiniert, steht den Auswirkungen der Spiele offen kritisch gegenüber.

Yuri Saprykin, Journalist und Co-Kurator:

“Die russisch-niederländischen Beziehungen sind derzeit sehr belastet. Und nun sind die Hauptzeugen dessen, was in Sotchi vor sich geht, in dieser grauen Zone, in diesem schwarzen Loch, aus dem man nur schwer Informationen erhält, zwei Niederländer. Das hat zu Nervosität geführt – beim russischen Außenministerium, bei Winzavod und überall sonst auch.”

In diesem Jahr feiern die Niederlande und Russland eigentlich vier Jahrhunderte diplomatischer Beziehungen – mit Besuchen von Politikern und kulturellem Austausch.