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Japanische Asteroidensonde soll 2014 ins All starten

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Japanische Asteroidensonde soll 2014 ins All starten

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Ingenieure der Japanischen Weltraumagentur JAXA haben angekündigt, dass sie eine neue Sonde zur Erforschung von Kleinplaneten erfolgreich getestet haben. Die Sonde mit dem Namen Hayabusa-2 soll im kommenden Jahr die Erde verlassen und Bodenproben eines Kleinplaneten zur Erde zurückbringen.

Dafür soll sie einen Krater ausheben, um Proben von Steinen und Sand auch aus Schichten unter der Oberfläche abzutragen.

Das Ganze soll auf dem erdnahen Asteroiden 1999 JU3 stattfinden. Eine japanische Trägerrakete soll die Sonde in den Weltraum bringen.

Die Asteroidenmission Hayabusa 2 ist die Nachfolgemission des Raumfahrtprogramms Hayabusa. Ziel ist es, aus den Erfahrungen von Hayabusa zu lernen, die trotz zahlreicher technischer Probleme nach Abschluss der Erkundungen des Asteroiden Itokawa im Jahr 2010 erfolgreich zur Erde zurückgekehrt war.

Hayabusa bedeutet zu deutsch übrigens “Wanderfalke” – und in der Tat kann sich die Sonde sehr schnell fortbewegen.

TAKANAO SAIKI, WISSENSCHAFTLER BEI JAXA:
“Die Geschwindigkeit der Sonde beträgt über 2000 Meter pro Sekunde und die Ausstattung ist genau so, wie wir sie geplant hatten. Wir sind sehr zufrieden mit dem Testergebnis. Indem wir einen künstlichen Krater ausheben, können wir möglicherweise Substanzen bergen, die uns neue Einblicke verschaffen.”

Forscher erhoffen sich vor allem Informationen zur Frühzeit unseres Sonnensystems. Denn an der Oberfläche des etwa 900 Meter durchmessenden Asteroiden dürfte sich Material befinden, welches sich seit der Entstehung des Kleinplaneten vor etwa 4,5 Milliarden Jahren kaum verändert hat.

Ende 2020 soll die Raumsonde zur Erde zurückkehren.