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Massendemonstrationen am Nationalfeiertag

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Massendemonstrationen am Nationalfeiertag

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In der ungarischen Hauptstadt Budapest haben mehrere zehntausend Menschen für und gegen die Regierung des umstrittenen rechtskonservativen Ministerpräsidenten Viktor Orban demonstriert.

Vor mehr als 100.000 Teilnehmern eines “Friedensmarsches” verteidigte Orban seine Amtsführung. Man habe “Diskussionen und Konflikte” auf sich genommen und diese “der Reihe nach gewonnen”, sagte der umstrittene Regierungschef. “Wir nähern uns der wahren Befreiung, unserer alltäglichen Freiheit”, fügte Orban hinzu.

“Wir sind hier, weil wir wissen wollen, was geschehen wird und was wir tuen müssen, damit die Dinge so geschehen, wie wir das wünschen. Wir sind nicht in Eile, aber wir müssen allmählich den Wahlkampf beginnen. Wir müssen uns auf den Kampf vorbereiten, so wie 2010”.

Anlass der Kundgebungen war der Jahrestag des Beginns des Volksaufstandes 1956.

“Am 23. Oktober gedenken wir Ereignissen, die in aller Welt bekannt sind. Allerdings wurde in den vergangenen Jahren wenig über diese Ereignisse gesprochen, sondern vielmehr über innenpolitische Dinge. Und so ist das auch heute, ein halbes Jahr vor der nächsten Wahl”, meint die euronews-Korrrespondentin.

Die Opposition rief erstmals über alle Parteigrenzen hinweg zu einer Kundgebung auf. Mehrere zehntausend Menschen versammelten sich nahe der Technischen Universität.

Allerdings kam es zu Missstimmungen, als Anhänger des ehemaligen Ministerpräsidenten Ferenc Gyurcsany die Rede des sozialistischen Parteivorsitzenden Attila Mesterhazy störten. Sie skandierten immer wieder “Zusammenschluss!” Gyurcsany ist mit seiner Partei bislang nicht in das Wahl-Bündnis der Linksparteien einbezogen. Es sieht vor, dass in den Einzelwahlkreisen ein gemeinsamer Kandidat aufgestellt wird.