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Mosambik am Rande des Bürgerkriegs

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Mosambik am Rande des Bürgerkriegs

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Nach mehr als 20 Jahren Frieden droht das südostafrikanische Mosambik zum Krieg zurückzukehren.

Am Montag stürmten Regierungstruppen einen Stützpunkt der größten Oppositionspartei des Landes, der ehemaligen Rebellengruppe Renamo. Einen Tag später schlugen die Renamo-Kämpfer zurück.

In der Stadt Maringue eröffneten sie das Feuer auf eine Polizeiwache. Verletzt wurde dabei offenbar niemand.

“Renamo-Chef Afonso Dhlakama verließ das gestürmte Lager, ohne seinen Männern Anordnungen geben zu können”, so der Analyst Tomás Vieira Mário. “Möglicherweise haben sie mit dem Vergeltungsschlag auf eigene Faust gehandelt.”

Wenige Stunden nach dem Angriff auf ihren Stützpunkt kündigte die Gruppe eine 1992 geschlossene Friedensvereinbarung auf. Die Europäische Union und die Vereinigten Staaten riefen beide Seiten zur Besonnenheit auf und warnten vor einer Eskalation der Gewalt.

Zum Ende der portugiesischen Kolonialherrschaft 1975 war Mosambik eines der ärmsten Länder der Welt. Seit Ende des Bürgerkriegs erlebte das Land dank erheblicher Öl- und Gasvorkommen einen Wirtschaftsboom.