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Berlusconis Anwalt: "Keine Hinweise auf Korruption."

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Berlusconis Anwalt: "Keine Hinweise auf Korruption."

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Dem ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi steht der nächste Gerichtsprozess ins Haus. Ein Untersuchungsgericht in Neapel entschied, dass sich Berlusconi wegen der angeblichen Bestechung von Ex-Senator Sergio di Grigorio verantworten muss. Der einstige Regierungschef soll eine Summe von drei Millionen Euro angeboten haben, wenn di Grigorio sich dem Lager Berlusconis anschließe. Berlusconis Anwalt Michele Cerabona sagte, es gebe keine Hinweise, dass es sich um Korruption gehandelt habe.

Die Ankläger behaupten hingegen, der Ex-Senator habe das Geld letztlich über einen Mittelsmann erhalten, damit er bei einer Vertrauensabstimmung im Senat gegen den damals amtierenden Regierungschef Romano Prodi votiert. Prodi wurde 2008 das Vertrauen im Senat entzogen und trat daraufhin als Ministerpräsident Italiens zurück.

Der neue Prozess gegen Silvio Berlusconi soll am 11. Februar kommenden Jahres beginnen. Vermutlich wird es nicht das letzte Gerichtsverfahren gegen Berlusconi sein. Gegen ihn laufen Ermittlungen in weiteren Fällen.